ein Film von KLAUS FRIED realisiert von JULIA ALBRECHT
Deutschland, Österreich 2025
Originalfassung: Deutsch, Englisch / Untertitel: Deutsch / Länge: 109 min.
ab 23.4. im Kino
FRIENDLY FIRE - ERICH FRIED
ist ein sehr persönliches Porträt des großen österreichischen Dichters Erich Fried, eine Hommage an einen unvollkommenen, aber innig geliebten Vater und schließlich eine rasante Reise durch ein Jahrhundert Geschichte.
Klaus Fried über seinen Film FRIENDLY FIRE:
„Es ist eine seltsame Sache, seine Eltern mit einer ganzen Generation junger Deutscher zu teilen, die ihren eigenen Eltern nicht trauen wollten. Manche fügten sich in unsere Familie ein, wie der Studentenführer Rudi Dutschke, der mit einem Fünfjährigen zu spielen wusste, oder der Clown-Bomber Fritz Teufel, der einen wunderbaren Strudel backte. Aber die meisten hatten nur Augen für Erich. Das war für uns Kinder ärgerlich.
Unser Haus war zum Bersten voll - Idealisten, die in seinem Arbeitszimmer über Politik redeten, Terroristen, die in der Küche Aktionen planten und ein ständiges Lager von Hippies, die im Garten kifften. Für uns war er „Papa“ - ein Spielzeugmacher und ein Insektenretter. Ein rundbäuchiger Brotstopfer, der mit seinen Fettfingern alles reparieren konnte. Ein Hamsterer, der an keinem Müllcontainer vorbeikam, ohne ihn nach irgendwelchen ausrangierten Dingen zu plündern, die er zur großen Empörung meiner Mutter nach Hause schleppte, als wäre er ein anderer Flüchtling, der gerettet werden musste. Aber der unaufhörliche Strom von „Besuchern“ strömte zu ihm wie zu einer Art politischem Guru.“
DokFest München Festivalleiter Daniel Sponsel zum Eröffnungsfilm 2025:
„Der Film von Klaus Fried und Julia Albrecht ist ein Geschenk zur richtigen Zeit, thematisch hoch aktuell, voller Ambivalenzen und eine vielschichtige Familien-Saga. Erich Fried vereinte als Künstler und Mensch die heftigsten Widersprüche: Als heimatvertriebener jüdischer Emigrant aus dem nationalsozialistischen Deutschland wird er zum strengen Kritiker der israelischen Politik. Als linker Pazifist sucht er den Austausch mit dem bekennenden Neonazi Michael Kühnen. Als Vater bleibt er dem Sohn Klaus ein Rätsel: überlebensgroß und doch zutiefst menschlich.“
„Das ist ein Film, der mich sehr berührt hat, weil er so viel Zeitgeschichte aus dem 20. Jahrhundert in sich trägt und so viele Punkte auch emotional anspricht. Was Familie angeht, was das Erbe angeht, auch das Erbe eines Traumas. Ein sehr bewegender Film.“
Pressereaktionen DokFest München
„Am Ende weiß man, was wuchtige Worte sind, was wirkliche Poesie. Die Kraft Frieds kommt nicht durch Pathos oder Kitsch. Und es ist wunderbar, Erich Fried seine Texte selbst lesen zu hören - langsam, abgesetzt, Klarheit schaffend - bei
gleichzeitig vielschichtigen Wortwegen.“ Adrian Prechtel / AZ
„„Friendly Fire“ einen außergewöhnlichen Film über einen Dichter, den man entweder neu oder wieder entdecken kann.“ SZ/Josef Grübl
Pressematerial und weitere Infos:
https://www.friendly-fire-film.com
Vermietung: Die Filmagentinnen https://www.filmagentinnen.de/kontakt/
Pressearbeit: Filmpresse Meuser, Carola Schaffrath Anne Schütz GbR Frankfurt
https://filmpresse-meuser.de/kontakt/